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Exportfactoring

Exportfactoring ist eine Finanzdienstleistung, die bankenunabhängig in Deutschland angeboten wird.

  • Lokal produzieren, global handeln | Das Ausfuhrgeschäft und seine Risiken

Exportfactoring bietet Unternehmen Schutz und Sicherheit, die gerade ins Ausland ihre Waren oder Dienstleistungen verkaufen. 

Der Export von Waren und Dienstleistungen ist für viele Unternehmen längst Alltag. Der Verkauf Ihrer Exportforderungen verbessert Ihre Liquidität und sichert Sie gegen Zahlungsausfälle ab.
Das Factorininstitut zahlt Ihnen den Kaufpreis sofort und übernimmt – auf Wunsch – das komplette Debitorenmanagement.

Ihre Vorteile mit Exportfactoring

  • Liquidität durch sofortige, bis zu 90%ige Kaufpreiszahlung bei voller Risikoabdeckung
  • Das Mahn- und Inkassowesen übernehmen auf Wunsch erfahrene Spezialisten für Sie
  • Ankauf auch von APG-gedeckten Forderungen möglich
  • Unkomplizierte Abwicklung auch kleinerer Rechnungsbeträge

Kosten bei Exportfactoring

Generell können beim Factoring je nach Verfahren folgende Aufwendungen anfallen:

  • Zinsen für die Bevorschussung
  • Factoringgebühren
  • Limitprüfgebühren

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Warum ist Exportfactoring so sinnvoll:

Dies ist vor allen Dingen in der Bonität der Abnehmer und durch das Problem der Rechtsverfolgung in ausländischen Staaten begründet. Hinzu kommt, dass ausländische Abnehmer mitunter sehr lange Zahlungsziele in Anspruch nehmen, wodurch der Exporteur nicht nur zum Lieferanten, sondern auch Kreditgeber seiner Kundschaft wird.

Je nach Vertrag übernehmen FactorInstitute oder Factoringgesellschaften auch für das Exportgeschäft die Finanzierungsfunktion. 

Die Abwicklung vollzieht sich ähnlich wie beim klassischen Factoring, mit dem Unterschied, dass u. U. abhängig vom Factoringanbieter zwei Factoringhäuser (Export- und Import-Factor) eingeschaltet werden.

Exportfactoring wird deshalb nur von solchen Factors betrieben, die in den betreffenden Partnerstaaten über Korrespondenten oder Schwestergesellschaften haben.

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Wenn das Zahlungsziel relativ lang ist

In Schwellenländern Geschäfte zu machen, bedeutet sich auf lange Zahlungsfristen einzustellen. Aber nicht nur in Schwellenländern ist es üblich, dass bei Lieferung sofort gezahlt wird. 

So ist die Praxis:

Kunden in Schwellenländern zahlen typischerweise bei Bestellung einen Betrag zwischen 30 und 50 Prozent des Auftragswertes an. Den restlichen Kaufpreis wird in der Regel über mehrere Jahre hinweg in Raten abgestottert. Vorteil für den Käufer: Auf die Art können sie die Anlage aus dem laufenden Betrieb heraus bezahlen."

Diese Praxis ist nicht nur im Maschinenbau an der Tagesordnung. Indem sie großzügige Zahlungsziele gewähren, fördern deutsche Exporteure den eigenen Absatz überall dort, wo ihre Kunden selbst nur eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten haben.

Ohne Lieferantenkredite sind in vielen Ländern keine Geschäfte zu machen.

Hermesdeckung (Bund) ist ein Muss

Die Forderung könnte an eine Bank verkauft werden. Voraussetzung ist i.d.R. eine Absicherung der Forderung durch eine Kreditversicherung. Die staatliche Exportkreditversicherung (sog. Hermes-Deckung), greift in den Ländern, wo die privaten Kreditversicherer keine Deckungszusage geben.

Wenn alle Parameter passen, zahlt die Bank nach Lieferung der Anlage den vereinbarten Kaufpreis an den Exporteur aus.

Vorteil für den Exporteur: Durch die Transaktion wird Liquidität gewonnen, Betriebsmittel-Kreditlinie kann deutlich entlastet werden und der Kunde zahlt am Ende weniger Zinsen, als wenn das Geschäft über die Kontokorrentlinie finanziert worden wäre.

Frühzeitig die Bank hinzuziehen

Den Exporteuren ist zu empfehlen, den Kontakt zur Bank möglichst frühzeitig zu suchen. Dann können die Finanzierungskosten gleich in die Kalkulation mit einbezogen und in die Gesamt-Kalkulation mit aufgenommen werden.

Ein weiterer Vorteil: Der Exporteur muss sich künftig nicht mehr um Kreditüberwachung und Inkasso kümmern. Und mit dem Forderungsverkauf gehen auch Zins- und Währungsrisiken auf die Bank über. Mindestvolumen für den Ankauf kreditversicherter Auslandsforderungen liegt bei etwa 250.000 Euro.

Ohne eine umfassende Risikoabsicherung geht beim Thema Exportfinanzierung kaum etwas.

Das gilt auch für das Standardinstrument der Exportfinanzierung, das gute alte Akkreditiv.

Gerade in Asien ist der "Letter of Credit" nach wie vor das gängige Mittel. Mit diesem verpflichtet sich die Bank eines Importeurs gegenüber dem Exporteur zur Zahlung des Kaufpreises für eine Ware. Beim Akkreditiv hat die Finanzkrise sicherlich Spuren hinterlassen.  Hier zählt Heute mehr denn je die Bonität der ausstellenden Bank.

Factoringgesellschaft zahlt nach 48 Stunden

Ein anderes von Exporteuren gern genutztes Finanzinstrument ist der Bestellerkredit. Viele Lieferanten wünschen sich, dass ihre Bank einen hermesgedeckten Kredit (Bund) direkt an den ausländischen Kunden vergibt. Das funktioniert wegen des hohen Aufwands in der Regel erst ab einem Auftragsvolumen von mehreren Millionen Euro.

Dagegen ist Exportfactoring häufig auch für kleinere Firmen attraktiv.

So verkaufen Exporteure Ihre Auslandsforderungen regelmäßig an eine Factor. Factoring ist besonders interessant, weil im Ausland meist deutlich längere Zahlungsziele gelten.

Während Kunden in Deutschland normalerweise binnen 30-45 Tagen zahlen, sind in Frankreich 60-90 und in den USA sogar 90 Tage und mehr die Regel. Liquiditätssorgen ergeben sich für den Exporteur nicht, da die Factoringgesellschaft in der Regel binnen 48 Stunden nach Rechnungsstellung zahlt.

Doch auch beim Exportfactoring gilt:

Ohne Sicherheiten läuft nichts, jede Forderung muss über eine Kreditversicherung gedeckt sein. In der Regel übernimmt dies der Factor. Bei einem Unternehmen das bereits eine Kreditversicherung hat, sollte der Kunde im Vorfeld auf die gewünschte Höhe angefragt werden. Bei positivem Bescheid durch den Kreditversicherer sollte einem Ankauf durch den Factor nichts im Wege stehen.

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In Deutschland gibt es derzeit über 1701 Gesellschaften, die als Geschäftszweck den gewerblichen Forderungsankauf angeben.

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